Stürze

Ytong Stürze und Ytong U-Schalen (unbewehrt und bewehrt) lassen sich optimal mit Steinen und Planelementen des Ytong Wandsystems kombinieren, da sie die gleichen Eigenschaften aufweisen wie massives Porenbetonmauerwerk: sehr gute Wärmedämmung sowie optimales Diffusions- und Formänderungsverhalten. So können Öffnungsüberdeckungen wie z.B. Fenster,- und Türöffnungen leicht und sicher ausgeführt werden.

Ytong Sturz tragend

Die Mindestauflagerlänge bei tragenden Ytong Stürzen beträgt bei Stürzen mit einer Länge ≤ 1.750 mm = 190 mm pro Seite, bei Sturzlängen > 1.750 mm = 240 mm pro Seite. Der Ytong Sturz tragend ist nach DIN 4102-4 nicht brennbar und besitzt die F60-A-Klassifizierung ab einer Sturzbreite von 20 cm (dreiseitig verputzt). Der Ytong Sturz tragend ist durch die DIN 4223 geregelt. Zukünftig erfolgt die Bemessung nach DIN EN 12602.

Ytong Sturz – nicht tragend

Der nicht tragende Sturz aus bewehrtem Ytong Porenbeton ist für die Wanddicke 7,5, 10 und 11,5 cm erhältlich und aufgrund seiner Länge von 1,25 m für Öffnungsbreiten bis 1,02 m ausgelegt. Er darf nur hochkant und für nicht tragende Wände eingesetzt werden, was eine Unterstützung unnötig macht. Die Auflagertiefe des Sturzes beträgt mindestens 11,5 cm. Und: Er ist nicht brennbar.

Ytong Flachsturz

Flachstürze sind Fertigstürze mit geringem Verarbeitungsgewicht für Tür- und Fensteröffnungen im Porenbetonmauerwerk [1] [2]. Sowohl die Auflagerfläche als auch die Stoßfuge der Ytong Stürze sind vollflächig mit Dünnbettmörtel zu vermörteln [3]. Die Tragwirkung des Sturzsystems wird durch eine mindestens 12,5 cm hohe Übermauerung mit Ytong Planblöcken oder Ytong Ausgleichsteinen erreicht, wobei die Übermauerungshöhe seine Tragfähigkeit bestimmt.

Zudem sind die Stoßfugen der Übermauerung mit Dünnbettmörtel zu vermörteln, damit sich oberhalb des Flachsturzes ein Druckgewölbe ausbilden kann.

 

Auflegen des Flachsturzes

Setzen des Ytong Sturzes

Detail Auflager

Praxistipp

Praxistipp:

Bei Öffnungsweiten ≤ 1,25 m ist keine mittige Unterstützung erforderlich.

Der Ytong Flachsturz ist in den üblichen Mauerwerksdicken von 11,5 bis 24,0 cm erhältlich und wird in einer Länge von 1,3 bis 3 m hergestellt. Andere Sturzbreiten, die nicht im Produktprogramm aufgeführt sind, können objektspezifisch vereinbart werden.

Der Sturz ist immer 12,4 cm hoch, damit bei der Übermauerung das Ytong Schichtmaß erreichbar bleibt –auch bei der Verwendung eines Ytong Ausgleichsteins. Mit der Kombination von zwei Flachstürzen nebeneinander lassen sich sämtliche Mauerwerksdicken sogar bis 48,0 cm herstellen. Auch zwei Flachstürze verschiedener Breite sind nebeneinander realisierbar.

Drei nebeneinander verbaute Stürze sind bauaufsichtlich jedoch nicht zugelassen. Die Mindestauflagertiefe von Flachstürzen beträgt 115 mm, wir empfehlen Stürze mit einer Länge ≤ 1.500 mm – 190 mm pro Seite aufzulegen – längere Flachstürze 240 mm aufzulegen.

Der Ytong Flachsturz ist nicht brennbar und besitzt die F90-A-Klassifizierung ab einer Sturzbreite von 17,5 cm (dreiseitig verputzt) bzw. auch bei der Verwendung von zwei 11,5 cm breiten Stürzen – nebeneinander. Dabei darf die  Fugenbreite zwischen zwei Zuggurten aber höchstens 15 mm betragen. Während des Einbaus ist mittig eine Unterstützung von Flachstürzen mit lichten Öffnungsweiten > 1,25 m notwendig, die so lange bestehen müssen, bis die Druckzone ausreichend  ausgehärtet ist.

Ytong U-Schale und Ytong U-Schale, bewehrt

Ytong U-Schalen sind Schalungssteine bzw. Schalungselemente aus hoch wärmedämmendem Porenbeton und die ideale Ergänzung für alle Ytong Wandbaustoffe. Ihre bauphysikalischen Eigenschaften entsprechen denen des Ytong Mauerwerks und garantieren minimierte Wärmebrücken und einen homogenen Putzgrund.

Die Ytong U-Schale ist ein unbewehrter Schalungsstein nach DIN 20000-404 der Festigkeitsklasse 4 und der Rohdichteklasse 0,55, mit dem vorwiegend Unterzüge, Stürze und Ringanker betoniert werden. Doch auch senkrechte Schlitze und Aussteifungssäulen lassen sich damit im Porenbetonmauerwerk herstellen. Die U-Schale ist in den Mauerwerksdicken 17,5 bis 48 cm erhältlich und entweder 62,4 oder 49,9 cm lang. Für ein optimales Schichtmaß ist sie 24,9 cm hoch.

U-Steine lassen sich schnell und problemlos verarbeiten, da ihre Abmessungen an das Ytong System angepasst sind. Ist die Auflagerfläche vollflächig mit Ytong Dünnbettmörtel versehen, kann der U-Stein bzw. die U-Schale direkt aufgelegt werden.

Anschließend ist die tragende Bewehrung einzulegen und der Kern mit Beton entsprechender Güte zu vergießen. Zur Bemessung des Betonkerns können die Abmessungen in Abbildung 1 herangezogen werden. Kommen U-Steine als Stürze zum Einsatz, müssen die Stoßfugen vermörtelt werden und es muss eine Unterstützung eingesetzt werden.

Bei der bewehrten U-Schale handelt es sich um ein Schalungselement aus transportbewehrtem Porenbeton. Verwenden lässt sie sich vorzugsweise zur Herstellung langer Fenster- und Türstürze im Mauerwerk, da sie in Längen von 2,5 bis 6 m in den gängigsten Mauerwerksdicken erhältlich ist und das Ytong Wandsystem damit perfekt ergänzt.

Mit einer Höhe von 24,9 cm passt sich die bewehrte Schale optimal in das Schichtmaß ein.

Praxistipp

Praxistipp:

Die erforderliche Auflagertiefe muss mit dem statischen Nachweis der Auflagerpressung nachgewiesen werden.

Die bewehrte Ytong U-Schale wird häufig zur Ummantelung langer Unterzüge und Stürze verwendet sowie zur Herstellung von Ringbalken und Ringankern aus Stahlbeton.

Abb. 1: Abmessungen zur Bemessung des Betonkerns bei U-Schale, unbewehrt 1

Abmessungen zur Bemessung des Betonkerns bei U-Schale, unbewehrt

Abb. 2: Abmessungen zur Bemessung des Betonkerns bei U-Schale, bewehrt 2

Abmessungen zur Bemessung des Betonkerns bei U-Schale, bewehrt

Praxistipp

Praxistipp:

Bei Öffnungsweiten ≥ 2,5 m ist eine punktuelle, mittige Unterstützung notwendig.

Die bewehrte Ytong U-Schale  ist schnell und problemlos verarbeitbar, da die Abmessungen der U-Steine dem Ytong System angepasst sind. Es muss lediglich die Auflagerfläche vermörtelt, die tragende Bewehrung eingelegt und der Kern anschließend mit Beton entsprechender Güte vergossen werden. Zur Bemessung des Betonkerns können die Abmessungen in Abbildung 2 herangezogen werden.

Praxistipp

Praxistipp:

Im Außenbereich ist vor dem Betonverguss eine geeignete Zusatzdämmung einzulegen.

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

Downloads

Baubuch Kapitel 3 – Wandbaustoffe

Baubuch Kapitel 3.4 – Produkte und Verarbeitung Ytong Porenbeton

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