Höhenausgleich

Ist die Rohbauhöhe nicht mit dem Schichtmaß normaler Steine erreichbar, kann der Ytong Ausgleichstein auch als oberer  Ausgleich genutzt werden.

Auch ein gleichzeitiger Einsatz an Wandkopf und -fuss ist möglich. Da kaum Sägearbeiten anfallen, gestaltet sich sein Einsatz besonders wirtschaftlich, zudem lässt er sich wie ein normaler Planstein einfach im Dünnbettverfahren setzen und ausrichten.

Ausgleichssteine als Kimmschicht

Der Ausgleichstein kommt vor allem als Kimmschicht zum Einsatz, um Höhen auszugleichen oder Rohbauhöhen ohne weiteren  Zuschnitt zu realisieren.

Seine Verarbeitung und das benötigte Werkzeug gleichen denen des normalen Planblocks. Um eventuelle Höhenunterschiede optimal ausgleichen zu können, ist wie üblich an der höchsten Gebäudeecke zu beginnen und der Ausgleichstein im  Normalmörtelbett der Mörtelgruppe III bzw. M 10 zu verlegen.

Die DIN EN 1996 sieht aus statischen Gründen eine bahnenförmige Querschnittsabdichtung (R 500) nach DIN EN 13969 oder eine Abdichtung mit gleichwertigem Reibungswiderstand vor. Der Eurocode nennt ausdrücklich auch mineralische  Dichtungsschlämme (MDS) als Alternative.

Die VOB Teil C jedoch benennt lediglich eine waagerechte Abdichtung mit Bitumendachdichtungsbahnen (G 200 DD) als  Querschnittsabdichtung.

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Auftragen der Normalmörtelschicht

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Ausrichten der Ausgleichsschicht

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Stoßfuge vermörteln

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Vollflächig vermörtelte Stoßfuge

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Sägen mit Bandsäge

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Schleifen mit Hobel

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Abfegen

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Auftragen Dünnbettmörtel mit Plankelle

Unebenheiten in der Betondecke lassen sich am besten ausgleichen, indem der Mörtel steinbreit auf die Abdichtung aufgetragen und der Ausgleichstein anschließend lot- und fluchtrecht ausgerichtet wird.

Erst dann sollte der Stein an der gegenüberliegenden Ecke gesetzt werden. Eine gespannte Maurerschnur zwischen den bereits ausgerichteten Steinen dient als Orientierungshilfe für die noch folgenden Steine, die sich so mit Wasserwaage und Gummihammer ebenfalls in Höhe, Lage und Flucht ausrichten lassen.

Stoßfugen der Ausgleichsteine müssen konsequent vermörtelt werden.

Sind Passstücke notwendig, sollten diese mit einer Handsäge oder elektrischen Bandsäge zugeschnitten und eventuelle Unebenheiten mit dem Hobel oder Schleifbrett egalisiert werden. Ist die komplette Kimmschicht um den Bau geführt und ausreichend ausgehärtet, sollte sie sorgfältig abgefegt werden, bevor das gewohnte Dünnbettverfahren folgt. [11-18]

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

Downloads

Baubuch Kapitel 3 – Wandbaustoffe

Baubuch Kapitel 3.4 – Produkte und Verarbeitung Ytong Porenbeton

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