Anker (Luftschichtanker)

Um die Verblendschale mit dem tragenden Hintermauerwerk zu verbinden, werden die bereits eingelegten, abgebogenen Luftschichtanker des Hintermauerwerks wieder gerade gebogen und in die Mörtelschicht der Verblenderlagerfuge eingelegt, um Winddruck und -sogkräfte aufnehmen zu können 9.

Wurden keine Anker in die Hintermauerschale eingelegt, sollte dies nachträglich passieren 10 11: Abhängig vom Schalenabstand sowie von der Höhe über dem Gelände sind sie mit einem Mindestabstand zu den Steinrändern an zudübeln, damit sie außerhalb der Stoß- und Lagerfugen der Innenschale liegen. Vorzugsweise sollte die Innenschale aus Vollsteinen hergestellt werden.

Sofern in der bauaufsichtlichen Zulassung zu den jeweiligen Ankern nichts anderes angegeben ist, darf der lichte Abstand der Mauerwerksschalen gemäß DIN EN 1996-2 NA max. 15 cm betragen (Ankerdurchmesser 4 mm).

Zusätzliche Anker sind an freien Rändern der Außenschale, entlang der Dehnungsfugen und Öffnungen sowie am oberen Ende der Außen schale anzuordnen 12. Die erforderliche Ankeranzahl und deren Lage ist im Vorfeldfeld planerisch festzulegen.

9

Luftschichtanker in Normal- und Dünnbettmörtel

10

Dübelanker

11

Systemskizze

12

Zusätzliche Drahtanker im Randbereich

Praxistipp

Praxistipp
Abstand der Anker zueinander:

  • Senkrecht max. 50 cm, waagerecht max. 75 cm
  • Für Silka XL: senkrecht max. 62,5 cm, waagerecht max. 25 cm
  • Anzahl der zusätzlichen Anker: 3 Stück je m an freien Rändern

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

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Baubuch Kapitel 3 – Wandbaustoffe

Baubuch Kapitel 3.5 – Produkte und Verarbeitung Silka Kalksandstein

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