Mörtel

Aus Produkthaftungsgründen liefern wir mit allen Planprodukten eine ausreichende Menge Dünnbettmörtel aus. Die Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft verbessert unseren Mörtel permanent, sodass er sich mit Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein optimal und sicher verarbeiten lässt.

Wird ein anderer Mörtel gewählt, z. B. Normalmörtel für Silka Kleinformate, Kimmschichten und Verblendmauerwerk, ist nach den Planungsangaben zu entscheiden und seine Eignung beim jeweiligen Hersteller zu er fragen und sicher zu stellen.

Tabelle 1: Wahl des richtigen Dünnbettmörtels

Dünnbettmörtel

Am einfachsten werden Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein mit Dünnbettmörtel verarbeitet, der genau auf das Mauerwerk abgestimmt ist.

Sein Einsatz als Werktrockenmörtel ist nach der europäischen Produktnorm EN 998-2, nach der DIN V 18580 und nach Zulassungen geregelt. In der Zusammensetzung handelt es sich um Zementmörtel aus der nach DIN EN 1996-1 bekannten Mörtelgruppe III mit einer Trockenrohdichte von über 1.500 kg/m³.

Nach europäischer Einstufung der EN 998-2 ist Dünnbettmörtel mindestens ein M10-Mörtel, mit schnell aushärtendem Zement und einer Mindestdruckfestigkeit von 10 N/mm².

Die mitgelieferten Dünnbettmörtelarten sind entsprechend den Verarbeitungshinweisen zu verarbeiten. Dabei sollte die Wassermenge unbedingt eingehalten werden, um ein gutes Mischergebnis zu erzielen. Ein drehzahlgeregelter Mörtelmischer sowie ein weiteres Aufmischen nach kurzer Reifezeit vermeiden Klümpchen.

Je nach Witterung lässt sich der angerührte Mörtel bis zu vier Stunden verarbeiten und darf danach nicht mit Wasser verlängert werden. Ist der Mörtel einmal aufgetragen, ist er fünf bis sieben Minuten lang korrigierbar, bis sich die Schicht verfestigt.

Der Mörtel ist mit passender Plankelle oder einem Mörtelschlitten vollfugig und -flächig auf die Lagerfuge aufzutragen. Die dabei entstehenden durchgängigen Mörtelstränge dürfen nicht ineinander verlaufen, sonst hat das Gemisch nicht die richtige Verarbeitungskonsistenz und sollte nicht weiter verwendet werden.

Wichtig: Bei zu heißer Witterung sollte der Mörtel nicht zu weit vorgezogen werden, da ein Aufbrennen des Mörtels verhindert werden muss. Es empfiehlt sich dann, die Steine mit einem Quast vorzunässen.

Einige Steinformate und besondere Anwendungen erfordern auch vermörtelte Stoßfugen. Das hat einerseits – beispielsweise bei Brandwänden – normative und zulassungstechnische Gründe und dient andererseits der Qualitätssteigerung. Mit der passenden Stoßfugenkelle lässt sich der Mörtel vollflächig auf die Stirnseiten auftragen.

Bei Steinen mit Nut- und Federseiten kommt der Dünnbettmörtel auf die Fläche der Nutseite, die Federseite wird anschließend an den Folgestein herangeschoben. Ein Mörtelauftrag ist stets bei unprofilierten Stoßfugenflächen – wie bei geschnittenen Steinen – zu empfehlen, um ein qualitätsvolles Mauerwerk zu errichten.

Ytong Dünnbettmörtel

Silka Secure Dünnbettmörtel

Anmischen des Dünnbettmörtels

Konsistenz

Optimale Dünnbettmörtel für Ytong und Silka

Durch die Verwendung von besonders hochwertigen weißen Sanden und weißem Zement passt sich der Ytong Dünnbettmörtel optisch unserem Ytong Porenbeton an, sodass ein optisch sauberes Mauerwerk entsteht.

Und auch kleinere unvermeidbare Fehlstellen lassen sich damit während des Aufmauerns ausbessern. Größere Fehlstellen können mit dem Ytong Füllmörtel ebenso fachgerecht geschlossen werden wie Schlitze oder Griffhilfen.

Das Ergebnis ist ein weißes Mauerwerk, das charakteristisch bereits einer fast fertigen Wand gleicht – ein Eindruck, der durch Eck- und Laibungssteine zusätzlich betont wird.

Ytong Eck- und Laibungssteine eignen sich bestens für den Einsatz an Gebäudeecken bei monolithischem Mauerwerk sowie an  Fenster- und Türöffnungen. Das Abschneiden der Grifftaschen oder ein Ausfüllen mit Ytong Füllmörtel entfällt, wodurch ein rationeller Bauablauf gewährleistet wird.

Großformatige Wandelemente wie das Ytong Systemwandelement werden mit Ytong fix P Dünnbettmörtel verarbeitet, da dieser besonders auf die Produkte abgestimmt ist. Er ist wie normaler Ytong Dünnbettmörtel zu verarbeiten.

Silka Secure Dünnbettmörtel ist aufgrund bester Haftzugwerte und der Eigenschaft, hohe Spannungen aufzunehmen, eine Innovation unter den Kalksandsteinmörteln. Er ist auf das Saugverhalten unserer Silka Kalksandsteine abgestimmt und bildet zusammen mit ihnen ein perfektes System, das ein Höchstmaß an  Ausführungssicherheit liefert.

Durch seine „cremige“ Konsistenz ist er schnell mit dem  Mörtelschlitten aufgetragen. Und mit der passenden Stoßfugenkelle lässt sich der Mörtel auch bei Stoßfugen eines Silka XL Mauerwerks perfekt verarbeiten.

Strahlend weiß zeigt sich der Silka Secure White Dünnbettmörtel. Standardmäßig wird er für sichtbares Mauerwerk aus Silka  Fasensteinen verwendet und sorgt dort dafür, dass Fase und Fuge des Kalksandsteins eine Einheit bilden.

Auftrag Ytong fix P Dünnbettmörtel

Mörtelschlitten

Silka Stoßfugenkelle

Lagerfugenauftrag Silka Secure Dünnbettmörtel

Normalmörtel

Der zuvor beschriebene Einsatz von Dünnbettmörtel bedarf einer  ebenen ersten Steinlage. Hierfür wird die erste Steinreihe (die Höhenausgleich-oder Kimmschicht) in ein Normalmörtelbett  gesetzt. Dies geschieht mit einem reinen Zementmörtel der Mörtelgruppe M 10.

Heute verwendet man üblicherweise Sackware. Das  Mischungsverhältnis von 1 Raumteil Zement und 4 Raumteilen Sand ist bereits werksmäßig eingestellt. Die Kimmschicht gleicht  Unebenheiten der darunterliegenden Bauteile wie Betondecken oder Bodenplatten aus. Diese Bauteile sind nach DIN 18202 – „Toleranzen im Hochbau“ – mit den dort genannten Grenzmaßen der Ebenheit auszuführen.

Aus diesem Grund beträgt der Mörtelauftrag in der Regel nur 1 bis 3 cm im Mittel für die Kimmschicht und verteilt sich auf die  gesamte Steinbreite. Kimmschichten werden üblicherweise nur einlagig ausgeführt.

Bei Ausführung der Kimmschicht mit zwei Steinen nebeneinander  kann die Mauerwerksdruckfestigkeit wie bei Verbandsmauerwerk angesetzt werden.

Diese beträgt dann 80 % der Festigkeit des entsprechenden Plansteinmauerwerks. Das Überbindemaß ist nicht nur in Wandlängsrichtung, sondern auch im Wandquerschnitt  einzuhalten.

Normalmörtel eignet sich auch für kleinformatiges Silka  Kalksandsteinmauerwerk. In der Regel wird der Normalmörtel für umfangreiche Baumaßnahmen als Werkfrischmörtel im verarbeitungsfertigen Zustand ausgeliefert. Er ist nach den vorgegebenen Stand- und Verarbeitungszeiten zu verwenden. Eine zusätzliche Wasserzugabe ist weder erforderlich noch zulässig.

Beim Auftragen ist eine Mörtelfuge im Mittel von 12 mm Dicke (formatabhängig) einzuhalten.

Werden auch Stoßfugen vermörtelt, so ist eine mittlere Mörteldicke von 10 mm geeignet.

Vormauermörtel für Silka Verblender

Eine besondere Form des Normalmörtels ist der Vormauermörtel, der bei der Verarbeitung von Verblend- und Sichtmauerwerk mit Fugenbreiten zwischen 10 und 15 mm zum Einsatz kommt.

Er ist exakt auf das Mauerwerk abgestimmt, sodass die Verblendung vollfugig vermörtelt werden kann. Die eingesetzten Rohstoffe wirken bei fachgerechter Verarbeitung Auslaugungen und Ausblühungen entgegen.

Der werksseitig hergestellte Trockenmörtel ist nach Herstellerangaben mit Wasser zu vermengen und erlaubt  anschließend, das Sichtmauerwerk innerhalb eines Arbeitsgangs „frisch in frisch“ zu erstellen.

Ist das Mauerwerk vollfugig ausgeführt, können herausquellende Mörtelreste im frischen Zustand abgestreift und weiterverwendet werden. Anschließend lässt sich die Fugenoberfläche verdichtend glatt streichen und der Mörtel kann aushärten. So ist in wenigen Schritten ein homogener und fachgerechter Fugenaufbau zu erzielen.

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

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Baubuch Kapitel 3 - Wandbaustoffe

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