Lager- und Stoßfugen

Lagerfugen im Mauerwerk

Lagerfugen sind stets vollflächig so auszuführen, dass bei Normal- und Vormauermörtel die Fugendicke zwischen 6 und 15 mm beträgt. Mit Dünnbettmörtel gefüllte Lagerfugen sollten eine planmäßige Stärke von 1 mm bei Ytong Porenbeton und 2 mm bei Silka Kalksandstein aufweisen. Die Maße beziehen sich stets auf die Fugendicke nach dem Versetzen der Steine bzw. Elemente. Zur fachgerechten Ausführung eignen sich insbesondere die Ytong und Silka Dünnbettmörtelkellen und Mörtelschlitten, welche für eine vollfugige und fehlerfreie Ausführung in allen Wandbreiten erhältlich sind [33].

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Lagerfuge vollflächig vermörtelt

Mauerwerk ohne Stoßfugenvermörtelung richtig versetzen

Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein sind in der Regel für das Versetzen ohne Stoßfugenvermörtelung geeignet. Dabei werden die Steine knirsch aneinandergesetzt, soweit es die Fertigungstoleranzen der verwendeten Steine erlauben. Offene Fugen lassen sich vor dem Verputzen mit geeigneten Mörtel
verschließen.

Fachgerechte Ausführung von Mauerwerk mit Stoßfugenvermörtelung mit Dünnbettmörtel

Mauerwerk mit Nut- und Federverbindungen an der Stirnseite lässt sich auch mit geeignetem Dünnbettmörtel sowie passendem Werkzeug in den Stoßfugen vermörteln. Ist dies in der Statik, aus Brandschutzgründen oder in den Ausführungsplänen vorgesehen, muss die Stoßfugenvermörtelung mit einem geeigneten Werkzeug erfolgen. Neben den statischen Anforderungen erhöht eine Stoßfugenvermörtelung außerdem die Ausführungsqualität des Mauerwerks – und das mit geringem zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Als Mindestmaß ist das Mauerwerk auf der halben Steinbreite und der gesamten Steinhöhe mit Mörtel auszuführen. Ein vollflächiger Auftrag – Griffhilfen ausgenommen – schafft eine über die normativen Anforderungen hinausgehende Ausführungsqualität.

Wandverbindungen Innenwand an Außenwand

Durch einzelne, verbundene Wandscheiben trägt das Mauerwerk zur Gebäudesteifigkeit bei, wobei die Wandverbindungen statisch nachgewiesen werden müssen. Meist in Stumpfstoßtechnik und damit zug- und druckfest ausgeführt, bemisst der Statiker die Verbindung und legt dafür eine vorgegebene Anzahl von Edelstahlmauerverbindern vornehmlich in den Drittelspunkten der Wand fest. Die Stoßfuge zwischen den beiden Wänden ist vollständig satt mit schwindarmem Mörtel zu verschließen.

Für konstruktive Wandverbindungen bietet sich der Edelstahlmauerverbinder (L ≥ 300 mm) an, der jeweils nach 500 mm oder zwei Steinreihen einzulegen ist. Anschlussdetails ergeben sich aus Statik sowie Schall- und Brandschutzvorgaben.

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

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Baubuch Kapitel 3 - Wandbaustoffe

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