Abdichtungen

Mauerwerksbauten verlangen grundsätzlich Abdichtungsmaßnahmen gegen Feuchtigkeit. Schutz bieten einfache bauliche Querschnittsabdichtungen bis hin zu vertikal eingebauten Schutzschichten gegen Bodenfeuchtigkeit und zeitweise anstehendes Wasser.

Eine richtige und bauortgeeignete Planung mit sorgfältiger Ausführung ist besonders wichtig, um eine Abdichtung sicher und langfristig gebrauchstauglich zu machen.

Querschnittsabdichtungen werden direkt im Ablauf des Mauerwerks mit eingebaut, vertikale Abdichtungen erst nach Fertigstellung des Kellermauerwerks aufgebracht.

Sperrschicht, Silka, Bitumenabdichtungsbahn 1

Sperrschicht mit Bitumenabdichtungsbahn

Sperrschicht, Silka, Dichtschlämme 2

Sperrschicht mit Dichtschlämmen

Querschnittsabdichtungen mit Bahnen

Die DIN EN 1996 sieht aus statischen Gründen eine bahnenförmige Querschnittsabdichtung (R 500) [1] nach DIN EN 13969 oder eine Abdichtung mit gleichwertigem Reibungswiderstand vor. Der Eurocode nennt ausdrücklich auch mineralische  Dichtungsschlämme (MDS) als Alternative.

Die VOB Teil C benennt lediglich eine waagerechte Abdichtung mit Bitumendachdichtungsbahnen (G 200 DD) als  Querschnittsabdichtung – ein Umstand, der vermutlich den Ausschreibungszwecken geschuldet ist.

Querschnittsabdichtungen mit Dichtschlämmen

Der Einsatz mineralischer Dichtschlämme hat sich im modernen Mauerwerksbau immer weiter durchgesetzt und wird seit der Einführung des Eurocodes auch ausdrücklich als Alternative zu herkömmlichen Abdichtungssystemen genannt [2].

Mittlerweile gehören sie der Normenreihe der DIN 18533 an und sind nun auch entsprechend den Vorgaben und Herstellerangaben offiziell einsetzbar – ihren Einsatz muss der Planer jedoch im Vorfeld abstimmen.

Mitflexiblen Dichtschlämmen ist eine Querschnittsabdichtung mit einer Mindestdicke von 2 mm bereits in zwei Arbeitsschritten erreichbar. Es empfiehlt sich, jeweils unterschiedlich eingefärbtes Material für die beiden Lagen zu verwenden, damit erkennbar ist, an welchen Stellen der Auftrag bereits fachgerecht ausgeführt wurde.

Mineralische Dichtschlämme haben sich besonders bei Kellermauerwerk mit hohen Anschüttungen bewährt, da die auftretenden Scherkräfte in der Lagerfuge besser aufgenommen werden können.

Das Kellermauerwerk ist auf diese Weise ausführungssicherer und zugleich lassen sich Schäden durch horizontale Verschiebungen auf der Querschnittsabdichtung vermeiden.

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

Downloads

Baubuch Kapitel 3 - Wandbaustoffe

Kontaktieren Sie uns

Weitere Informationen gibt:

Unsere technische Bauberatung

Unsere Bauberater sind Baustoffexperten sowie zertifizierte Energiefachberater und unterstützen Sie bei Ihrer täglichen Arbeit.

Telefon: 0800 5235665 (Freecall)

 

Hier finden Sie den Bauberater Ihrer Region