Besonderheiten bei Luftschichten und Fenstern

Bei der Berechnung der Wärmedurchlasswiderstände ist eine Besonderheit zu berücksichtigen, wenn das Bauteil Luftschichten aufweist. Fenster stellen eine weitere Besonderheit dar.

Ruhende Luftschichten tragen zur Wärmedämmung bei. Sie gelten dann als ruhend, wenn für ihre Öffnung zur Außenumgebung folgende Vorgaben eingehalten sind:

  • Es ist kein Luftstrom durch die Schicht möglich.
  • Öffnungen haben eine Fläche von max. 500 mm. je m Länge (in horizontaler Richtung) für vertikale Luftschichten.
  • Öffnungen haben eine Fläche von max. 500 mm. je m2 Oberfläche für horizontale Luftschichten.

Der Wärmedurchlasswiderstand dieser Luftschichten ist einerseits abhängig von ihrer Dicke, andererseits von der Richtung des Wärmestroms.

Tabelle 4: Wärmedurchlasswiderstände von ruhenden Luftschichten
1) Horizontal heißt, dass die Abweichung von der Horizontalen nicht mehr als +/- 30° beträgt.
Tabelle 5: Wärmedurchgangskoeffizient UW für vertikale Fenster mit Zweischeiben- oder Dreischeibenisolierverglasung
Tabelle 5: Wärmedurchgangskoeffizient UW für vertikale Fenster mit Zweischeiben- oder Dreischeibenisolierverglasung

Ermittlung des UW-Werts nach DIN EN ISO 10077-1, Tabelle H.1; Zweischeibenverglasung mit Ug-Wert 0,9 W/(m²K) und einem Rahmen mit Uf-Wert von 1,4 W/(m²K) liefert den U-Wert für Fenster UW = 1,2 W/(m²K)

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

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Baubuch Kapitel 5 - Bautechnologie

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