Komplextrennwand

Komplextrennwände stellen keine klassifizierte Wandart nach DIN 4102-4 dar, sodass die Norm keinerlei Angaben zu derartigen Bauteilen beinhaltet, sondern lediglich das Prüfverfahren in einer Fußnote der DIN 4102-3, 4.3, beschreibt.

Nach den „Allgemeinen Bestimmungen für die Industrie-Feuer-Versicherung“ handelt es sich hierbei um Wände, die Gebäude oder Gebäudegruppen in brandsichere Komplexe unterteilen und die somit eine hohe brandschutz- und versicherungstechnische Bedeutung besitzen.

Damit haben Komplextrennwände höhere Anforderungen zu erfüllen als Brandwände nach Bauordnung. Die DIN 4102 spricht in diesem Zusammenhang von Wänden mit der Bezeichnung F180-A, die im Vergleich zur DIN 4102, Teil 3, einen erhöhten Widerstand gegenüber Stoßbeanspruchung besitzen. Angaben zu versicherungstechnischen Anforderungen bieten  Tabelle 1, Anforderungen, sowie Tabelle 2, Mindestdicke und Konstruktionsmerkmale.

Tabelle 1: Versicherungstechnische Anforderungen an Komplextrennwände
Tabelle 2: Mindestdicke d und zulässige Schlankheit von ein- und zweischaligen Komplextrennwänden


1) Dünnbettmörtel
2) Vermörtelung der Stoß- und Lagerfugen
3) gemäß allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis P-3630/4466-MPA-BS der TU Braunschweig vom 27. Februar 2007
4) Normalmörtel MG II, MG IIa, MG III, MG IIIa
5) Normalmörtel MG III

Baubuch 2018/2019 – 5. Auflage

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Baubuch Kapitel 5 - Bautechnologie

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